Gin, Whisky

Tasting Session auf dem Barcamp Rhein Neckar

Ich hatte die Tasting Session auf dem Barcamp Rhein Neckar ja schon angekündigt. Nun gibt es den Rückblick dazu. Einen ausführlichen Rückblick aufs #bcrn16 gibt’s auf digital-evangelist.de. Leider war das Interesse an Abendsessions auf dem Barcamp Rhein Neckar nicht sehr groß. Vielleicht, weil es das erste mal zweitägig war, vielleicht wegen dem Viertelfinalspiel Deutschland-Italien um 21:00Uhr, vielleicht weil die Orga den Tag um 17:30 quasi für beendet erklärt hat und die Nightsession unter ferner liefen dann keine Beachtung mehr fand. Trotzdem fanden sich ein paar Interessierte ein.

Ardbeg Ten bei der Tasting Session auf dem #bcrn16
Ardbeg Ten bei der Tasting Session auf dem #bcrn16

Ich will nur riechen – Nosing und Tasting

Grob die hälfte der Anwesenden gab zu, keinen Whisky/Alkohol zu trinken, aber den Geruch toll zu finden. Auch sie durften natürlich gerne mitmachen, das Nosing, also das Riechen, macht ja einen großen Teil beim Tasting aus. Aber nicht alle wollten nur riechen, es wurde auch getrunken.

Ich hatte zwar in der Ankündigung das Prinzip der Tasting Session schon erklärt, trotzdem waren die meisten spontan dazugekommen oder spontan doch nicht gekommen, so dass wir zwei Whiskys und einen Gin zur Verkostung hatten. Die Whiskys waren gesponsort von Ardbeg Deutschland bzw. Glenmorangie Deutschland. Nachdem @Ardbeg_de meinen Ankündigungstweet geliked hatte ergab sich folgender Dialog:

Und prompt kam ein Paket mit zwei Flaschen schon am Donnerstag bei mir an. Ich (und auch die anderen Menschen in der Session) sagen dafür natürlich vielen Dank!

Glenmorangie The Original auf dem Barcamp Rhein Neckar

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Glenmorangie the Original auf dem #bcrn16

Zum Start der Tasting Session öffneten wir den gesponserten Glenmorangie The Original. Ein Dram ins Glas, das Glas über den Tisch gerollt, die Farbe und Schlierenbildung angesehen und dann die Nase ins Glas gesteckt…

Süß, irgendwie fruchtig, Nach Honig, und natürlich die flüchtigen Alkohole riecht man gleich. So geht es allen anwesenden. Man kann auch Vanille und Mandel in den Geruch des Glenmorangie the Original hineininterpretieren, da waren wir uns einig.

Auf der Zunge setzten sich die Eindrücke fort. Süß und rund, gleichzeitig doch vielschichtig. Natürlich schmeckt man auch Rauch und Holz, heraus, aber auch Orangenaromen spielen mit.

Ardbeg Ten in der Tasting Session

Als zweites nahmen wir uns dem Ardbeg Ten an. Schon beim öffnen verströmte er seinen Duft im Foyer des Dezerat 16 in Heidelberg und spätestens beim Nosing im Glas wurde klar dass der Ardbeg Ten ein krasser Kontrast zum Glenmorangie ist. Der Rauch dominiert, als würde man neben einem Lagerfeuer stehen. Dazu mischt sich das Meer, oder wie es jemand ausdrückte „das Hafenbecken“. Also die salzige Frische der schottischen Inseln kann man hier schon herausriechen.

Beim Geschmack kamen aber nichtmehr viele Aromen dazu, der Ardbeg Ten definiert sich über den Peat, den Torf und Rauch sowie die salzige Meeresluft. Er ist nicht so komplex und vielschichtig wie der Glenmorangie zum Beispiel. Trotzdem, oder gerade deswegen ist er auch eher ein Whisky für Fortgeschrittene als für Einsteiger.

Breaks Gin in der Tasting Session zur Abwechslung

Breaks Fächerstadt Dry Gin mit San Pellegrino Pompelmo auf dem #bcrn16
Breaks Fächerstadt Dry Gin mit San Pellegrino Pompelmo auf dem #bcrn16

Nachdem wir die zwei Whiskys ausgiebig verkostet hatten, stellte ich noch den Breaks Gin aus Karlsruhe vor. Die Flasche hatte ich aus meinem eigenen Bestand mitgebracht. Besonders die „Nur Riechen“ Fraktion war hier positiv überrascht. Beim Breaks Gin dominiert das Wachholderaroma nicht so sehr wie bei den „großen“ Gins die man so kennt. Fruchtige und Blumige Aromen mischen sich und geben ihm einen ganz eigenen Geschmack. Da Ich beim Einkaufen vor der Session kein Tonic gefunden hatte, gab es San Pellegrino Pompelmo zum Gin. Für mich passt der Breaks Gin perfekt mit dieser Limo zusammen, diese Kombination kannten die Anwesenden noch nicht aber fanden es auch passend 🙂

Kleine Aber feine Session

Bei einem Barcamp ist alles spontan und nur schwer planbar. Auch wenn ich die Tasting Session vorbereitet hatte, garantiert niemand dass sie auch angenommen wird. Ich war froh, dass sich ein paar Menschen eingefunden haben und dass in der kleinen Runde gute Diskussionen entstanden sind. Alles in Allem war es für mich ein Erfolg, da es auch den anderen Anwesenden gefallen hat anscheinend 🙂

Aus Dank und Transparenzgründen will Ich nochmals erwähnen, dass die beiden Whiskys die wir in der Tasting Session verkostet haben, vom Hersteller bzw. deren deutschen Niederlassung gesponsort waren.

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